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Berichte unserer User, viel Spass…
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PB Party
(Ein Bericht von Andre)

 

Anfang Dezember verlor ich eine Wette gegen mein Vater. Der Wetteinsatz war von meiner Seite aus eine Angeltour. Da ich meinem Vater vor ein paar Jahren zum ersten Mal mit zum Wallerfischen nahm. Er freute sich riesig über diesen Gewinn, aber nicht nur er sondern auch Bemmy und ich mich.
 

Geplant war die Tour nach Süd Frankreich Anfang Juli von Mittwoch bis Sonntag. Alles bis auf kleinste Detail war abgesprochen. Es konnte also losgehen. Dienstagabends war Abfahrt. Allerdings nach dem bevorstehenden Deutschlandspiel,die gegen Brasilien mal eben 7:1 gewannen.
Als wir am Morgen am Fluß ankamen erstmal Boot ins Wasser, Schnell einkaufen gehen und das Auto sicher auf einem Campingplatz abstellen. Und los ging die Tour.

Den Ersten Angelplatz hatten wir schnell bezogen. Und die ersten Bisse ließen auch nicht lange auf sich warten. Allerdings waren dies eher die kleinen Waller die unsere Köder nicht ganz packten. Erst in der Dämmerung konnte Bemmy unseren ersten Tourfisch landen. Ein Waller um die 1,50m.
Die Köderfische liefen auch nicht gerade besonders gut. So mussten wir den ganzen Tag hinter den Pikern verbringen. Wir blieben auch die 2 Nacht auf dem gleichen Platz. Da wir die ganze Nacht durchgefahren sind und alle noch etwas K.O waren. Bemmy konnte im Morgengrauen noch einen weiteren Waller verhaften. Kurz darauf haben wir unser Camp abgebaut und waren auf Platzsuche. Diesen hatten wir auch schnell gefunden. Also wieder alles aufbauen, erneut einkaufen gehen und vor allem Köderfische fangen. Die Ausleger waren alle an neuen Plätzen angebunden und das Ruten legen war etwas schwer da wir sehr viel Wind hatten. Beim Ruten legen konnte ich noch per Hand einen 1,20er hoch ziehen da mein Vater den Biss am Land nicht mitbekommen hatte. Als alle Ruten dann lagen begann das warten. Bisher wollte mein Vater noch keinen Walli drillen. In der Nacht hat es dann gescheppert. Bemmy konnte einen Harten Drill vom Schlauchboot erleben der über 20minuten dauerte da er allein unterwegs war, er blieb aber Sieger und konnte seinen PB über den Schlauch ziehen. Das Maßband zeigte 2,24m und wir waren super happy über diesen Fisch. Auch ich konnte noch einen 1,70 verhaften. Sowie Bemmy noch einen Kleinen. Sonst war Sendepause angesagt. Den Morgen über versuchten wir dann wieder unser Köderfisch Problem in Ordnung zu bringen… Als um die Mittagszeit eine Gespannte Rute sich im Halbkreis nach unten bog. Ich Sprang an die Rute und übergab diese dann meinem Vater. Der dann mit Bemmy aufs Boot ging zum Drillen. Ich sah von Land nur geniale Szenen und wusste dass dieser Fisch wohl auch ein Guter ist. Mein Vater flog einmal Quer durchs Aluboot, war lustig anzusehen. Als die beiden dann auf unseren Platz kamen zeigte Bemmy mir nur einen Daumen nach oben. Das war der neue PB von meinem Vater der nun bei 2,29m  stand. Somit hatte er mich erneut überboten wie damals bei der Tour. Jetzt stand erstmal ne Fette Fotosession auf dem Plan von den Zwei Bollen. Zuerst war mein Vater mit seinem Fisch dran. Dann gab es Doppelfotos und dann war Bemmy mit seinem Bollen dran. Dieser Fisch war aber schneller weg als erwartet so konnten wir gerade mal 10 Fotos davon schießen. Den Rest vom Tag war dann wieder feedern angesagt.

Es war ja die Letzte Nacht für uns und wir blieben erneut auf dem platz da unsere Tour ja nun schon Perfekt war. Und dies wollten wir dann auch hier feiern. Während der Dämmerung klingelte dann eine U-Pose und der Biss kam richtig heftig. Bemmy schrie noch:“ Los schlag an nimm ihn dir“. Ab an die Rute Anschlag und erstmals ging es für mich 2-3 Schritte nach vorne… Bemmy machte das Boot schnell startklar und los ging es. Über dem Fisch angekommen pumpen pumpen. Als wir das erste Mal den Fisch sahen waren wir sprachlos. Und der Fight begann auch hier, war das ein hin und her Schnur bekommen Schnur wieder weg. Als Bemmy den Fisch griff waren wir beide erleichtert. Diesen Fisch über die Bordwand zu ziehen war nicht einfach für Bemmy, Da ich das Gegengewicht halten musste. Auch das machte Bemmy wie immer Top. Am Land das Maßband angehalten und dies blieb dann bei 2,52m stehen. Es Herrschte erneut Ruhe auf dem Platz wir konnten dies gar nicht realisieren was wir da gerade an Land Befördert haben. Nun hatte jeder von uns bei der Tour seinen PB hochgeschraubt. Besser kann es gar nicht sein. Am Morgen Stand dann noch das Fotoshooting an. Und danach ging es wieder Richtung Heimat.

Wir wissen jetz schon dass diese Tour nach einer Wiederholung schreit.
Danke auch an Bemmy dass dies eine Stressfreie Angeltour war.

In diesem Sinne Euch viel Spaß am Wasser.
Gruß Andre

 

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Das verflixte Jahr
(Ein Bericht von Andre)

 

Wer kennt das nicht. Man hat Jahre wo man konstant Fische fängt egal wo man sitzt egal was man macht, auch gute Fische sind dann keine Seltenheit mehr. Doch dann kommt es Schlag auf Schlag, man reißt sich wortwörtlich den Arsch auf, und das für nichts. Die ganze Saison dutzend Mal am Wasser und ein Blank nach dem anderen fährt. 2012 war eigentlich ein gutes Jahr, allerdings wurde ich nicht vom Erfolg verwöhnt.

Die Wallersaison war eher so halbwegs okay, die Karpfensaison war im Gegensatz dazu ein Reinfall. Doch ich nahm mir vor 2013 mehr Gas zu geben als sonst um wieder Erfolge feiern zu können. Das Jahr begann schon nicht schlecht bei der ersten Karpfentour mit dem Koi vom letzten Bericht. Auch die erste große Wallertour war der Hammer. Dort konnte ich in 9 tagen zwar nur 6 Waller landen, allerdings hatte ich einen Lauf der 2m Marke den ich nicht stoppen konnte. Gleich in der ersten Nacht Landete ich einen 2,02m, mitten der Tour einen 2,04m und in der Vorletzten Nacht mein neuen PB mit 2,27m. Doch nun mussten auch die anderen Barteltäger beweisen ob sie noch Lust haben.

So fuhr ich Mittwochs nach der Arbeit für 2 Nächte alleine nach Frankreich an den Etang de Hirbach, um dort mein Glück zu versuchen. Als ich ankam musste ich erst mal mit der Machete den Steg und meinen Zeltplatz von neu gewachsenem Schilf befreien. Als ich das Camp komplett stehen hatte fuhr ich meine Ruten auf meine ausgewählten Spots und das große Warten konnte beginnen. Gegen 20 Uhr machte sich meine rechte Rute mit einem Einzelton bermerkbar der dann schlagartig in einen Dauerton überging. Der Anschlag saß und ich war schneller auf dem Boot und über dem Fisch als ich mir das vorgestellt hatte. Doch ich blieb der Sieger und führte den ersten Fisch über das Netz. Beim Wiegen brachte es der Kugelrunde Spiegler auf 14,5kg. Ich dachte mir noch super was für ein Start. Doch ich ahnte noch nicht was mir passieren wird.

Danach richtete ich mir meine DVBT Antenne und schaute mir das Freundschaftsspiel von Deutschland an. In der Zweiten Halbzeit erneut ein Einzelton auf die Rechte Rute und ich sprintete zur Rute Fallbiss, kurze zeit Später konnte ich dann einen 3kg Fisch landen. Schnell ein paar Fotos und ab mit ihm zurück in sein Element. Und nachdem ich die Rute wieder auf den Platz gebracht hatte verkroch ich mich wieder ins Bivvy und widmete mich dem Fußballspiel. Erst um kurz vor Mitternacht kam der nächste Vollrun, erneut war es die rechte Rute die mich aus dem Schlafsack zwang. Ich war dieses mal wieder mit dem Boot auf dem Wasser da ich merkte dass der Fisch wieder ein besserer ist. Was er auch unter Beweis stellte und mich 10 Minuten mit dem Boot herum zog bis er das erste Mal die Wasseroberfläche durchbrach.

Und genau zu dem Zeitpunkt war mir bewusst das es noch einen Karpfengott gibt der mich gern hat. Als ich den Fisch gelandet hatte atmete ich erst mal kurz durch machte mir auf dem Wasser ne Kippe an und fuhr zum Platz. Waage, wo ist die Waage irrte ich herum, als ich sie gefunden hatte und den Fisch anhob blieb diese bei exakt 21kg stehen. Yesssss. ich war total neben der Spur. Ich beköderte also die Rute erneut neu mit dem GLM Boilie von Best Baits was ja gut lief da ich bisher alle Fische auf die eine Rute fing, und verwendete als Futter nur eine Hand voll Pellets und ein paar halbierte Boilies und ganze Boilies. Dann war Schlafen angesagt. Allerdings nicht lange denn um 3 Uhr riss mich erneut diese Rute aus dem Halbschlaf.

Das Endergebnis war dann ein kämpfender 8kg Spiegler der auch direkt nach dem Drill wieder zurück in sein Element durfte doch musste er noch ein paar Fotos für die Akten da lassen. Rute erneut auf den Platz gebracht und ab in den Schlafsack. Ich konnte zuerst gar nicht einschlafen ich war die ganze Zeit in Gedanken, dass iss doch nicht normal bereits 4 Fische auf die eine Rute. Aber anscheinend ist das Glück zurzeit echt mit mir, um 5:00 Uhr rappelte es erneut aus meiner Funkbox und wieder sah ich das Licht von meiner Rechten Rute. Ab zur Rute Anhieb und ab aufs Boot. Mittlerweile war es schon leicht hell geworden. An Schlaf kaum zu denken. Total müde pumpe ich mich Richtung Fisch. Dieser Gegner am Ende vom Band war auch ein Kämpfer und zog ganz Ruhig seine Bahnen. Dass ging eine Viertelstunde so, ohne dass der Fisch einmal zu sehen war. Doch als ich ihn das erste Mal sah war mir erneut bewusst warum der Fisch solche Gegenwehr leistete. Wieder ne Bombe…

Ich kescherte den Fisch sicher und fuhr überglücklich ans Ufer zum Wiegen. Dort blieb die Waage dann bei 22,2kg stehen. Wie geil ist dass denn bitte sagte ich so vor mich hin. Danach dauerte es noch länger bis ich wieder eingeschlafen war. Den Rest vom Morgen sah man mich nicht mehr, ich schlief erst mal bis um 11 Uhr aus. Somit wartete ich auf Mike der gegen 13 Uhr kommen wollte, Sich aber verspätete weil er sich total Verfahren hatte und ich ihm erst am Telefon sagen konnte wohin er in welche Richtung fahren musste. Als Mike da war ging es erstmal an ein großes Fotoshooting. Die 3 guten Fische der Nacht wollten noch abgelichtet werden. Mike entschloss sich dann eine Nacht mit mir zu Fischen um evt. auch noch den ein oder anderen Fisch zu fangen. Der Tag ging bei dem schönen Wetter, was wir hatten, sehr schnell um.
Am Abend fuhren wir die Ruten alle auf die Plätze, jedoch fing ich leider in der Nacht nur noch eine Brasse.

Dies war mir aber egal, da meine Tour ja eh schon mega geil war. Aber auch bei Mike blieb es still er fing ebenfalls noch 2 Brassen und verlor dann doch noch leider einen Guten Fisch im Drill. Am Morgen kam dann der angekündigte Regen zu uns und wir packten unsere Sachen ein und begaben uns auf die Heimreise.

Euer Andre…

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Fischen bedeutet Leben…
(Ein Bericht von Michael)

 

Ich gebe freiwillig zu, dass ich mich gerade in einer anglerischen Schaffenskrise befinde, dafür spuken mir einfach zu viele Dinge durch den Kopf, außerdem habe ich noch einige, andere neue Dinge für mich entdeckt. Fischen könnte die Lösung dafür sein, um mich selbst mal wieder richtig wahrnehmen zu können und den Kopf frei zu bekommen.

In diesem Bericht steckt auch eine Botschaft, mal schauen wer sie erkennt.

Seit über drei Monaten war ich nicht mehr am Vereinssee fischen und der erste Eindruck war erschreckend, wir haben ein heftiges Müllproblem. Ich frage mich oft woran es liegen könnte, dass sogenannte Angler ihren eigenen Müll nicht mit nach Hause nehmen, obwohl sie allesamt große tolle Autos, inklusive Anhänger zum Fischen nutzen. Die kurz vorher erworbenen Köderverpackungen aus dem unweit gelegenen Angelfach-
geschäft, sowie Wein und Schnapsflaschen landen hier schonungslos in der Natur. Ist es Dummheit, Faulheit, Gleichgültigkeit oder Trotz? Ich glaube auch, dass der teilweise, massive Alkoholkonsum am Wasser einen bedeutenden Einfluss auf das Fehlverhalten einiger Angler hat. Verantwortung für sein eigenes Handeln und andere ? Fehl am Platz. Stattdessen wird Rücksichtslosigkeit immer größer geschrieben.
Egal wie auch immer, Sie schaden damit dem ganzen Verein und natürlich der Natur.

Nachdem Günnie und ich unsere Plätze bezogen hatten, setzte ich mich erst mal in Ruhe an das Ufer unseres wunderschönen Hausgewässers. Ich brauch immer eine Weile um anzukommen weil mich die Eindrücke so überwältigen. Ich konnte immer sehr viel Kraft aus dem Fischen gewinnen, wenn ich mich darauf eingelassen habe, das fällt mir momentan aber schwer.

Da mir mal wieder eine längere Angelzwangspause ins Haus steht, wollte ich die Zeit nochmal gut nutzen, wer weiß wann ich mal wieder hier her komme.

Eigentlich hatte ich das Vorhaben, meinen obligatorischen Graser für das laufende Angeljahr zu fangen, das schlug leider fehl. Und trotzdem war ich sehr erstaunt über die Beißfreude unserer beschuppten Freunde, weiterhin war ich von der enorme Kampfkraft der schlanken, muskulösen Fische beeindruckt. Das stimmte mich positiv. Der See wies zwar immer noch etwas Hochwasser auf, aber die eine oder andere Stelle war gut erreichbar. Um es vorweg zu nehmen die Fische bissen regelmäßig. Ich konnte in zwei Tagen acht Läufe verbuchen und sechs Fische fangen, das ist recht viel für dieses launische Gewässer. Aber gutes Futter aus dem Hause Selfmade-Baits, sowie eine vernünftige Lokation waren die Grundlage dafür. Nur die vielen Zecken und Mücken machten mir heftig zu schaffen.

Bei mir kamen vor allem Schneemann-montagen mit einem 15er Fluo-popi oder Dumbell zu Einsatz. Gefüttert wurde mit Red- shrimp Pellets und mit flüssiger Leber, vorbehandelte aktive- Banana Murmeln. Günnie vertraute auf Scopex und Milky Tigernut.

Dieser See steckt voller Erinnerungen an tolle Zeiten und geliebte Menschen, von denen ich einige sehr vermisse, all das kommt manchmal wieder hoch wenn ich über das Wasser schaue. Viele junge Angler durfte ich auf ihren Lebensweg zum Erwachsenwerden ein Stück begleiten und habe gemerkt, wie wichtig Fischen für ihre  Entwicklung ist. Jetzt sind Sie alle größtenteils erwachsen und selbständig, aber die nächste Generation steht schon in den Startlöchern.

Mein Freund Günnie ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit seiner wertvollen Zeit richtig umgeht.
Sein gesundheitlicher Zustand ist ebenfalls nicht der allerbeste. Ich schätze seine Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft sehr.

Während ich so vor mich hin döse, steht plötzlich ein vierzehnjähriger, freundlicher und neugieriger Jungangler hinter mir, mit einer Tupperdose voll mit gequollenem Mais und fragt mich, wo die besten Stellen am See sind, um auf Karpfen zu fischen. Er hatte diesen wachen, intelligenten Blick in den Augen. Ich dachte zuerst: Wenn ich mich jetzt wieder darauf einlasse… Aber dann gab ich ihm doch bereitwillig einige Tipps, wie er hier ganz erfolgreich fischen könnte. Er schien ein guter Junge zu sein, man wird sicher noch viel von ihm hören. Ich glaube viele, gute und erfolgreiche Angler haben eines gemeinsam, Ihnen ist die Zeit am Wasser sehr wichtig und Sie sind in gewisser Weise mit der Natur verbunden oder gar verwachsen, weil sie sich auf sie einlassen können und versuchen Sie zu verstehen. Das unterscheidet Sie von oberflächlichen, rationell denkenden Kopfmenschen, die nur ans Fische fangen denken und niemals diese unglaubliche Energie verspüren werden, die vom Wasser aus geht und von der wir alle profitieren könnten.

Mein ausdrücklicher Dank und Respekt geht an alle, die Ihre Leidenschaft mit dem Herzen betreiben und dabei ihr eigenes Ego hinten anstellen.

Und natürlich an Selfmade-Baits

Alles wird gut…. Euer Micha

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...Thema eröffnet von:

Fisch-Wars

Angelsport seit 1987. Zielfisch: Allround. Geangelt in NRW, Rh.-Pfalz, Saarland, Frankreich.